rolf fröhlings reisereportagen
Wittelsbacher Land (Bayern)
DIE WIEGE VON WEISS-BLAU
- in der Heimat des bayerischen Herrscherhauses
Weiß und blau, das sind die Farben Bayerns. Ursprünglich zierten sie das Wappen der Wittelsbacher, die Jahrhunderte lang über Bayern geherrscht haben – und nicht nur über Bayern: Fürsten aus dem Hause Wittelsbach regierten u.a. in der Kurpfalz, in Kurköln und Kurbrandenburg. Sie besetzten zeitweise die Throne von Böhmen, Schweden und Griechenland. In Bayern selbst stiegen sie auf von Grafen zu Herzögen, von Herzögen zu Kurfürsten, von Kurfürsten zu Königen. Zweimal stellten sie sogar den römisch-deutschen Kaiser. Die prominentesten Vertreter des Hauses Wittelsbach waren Märchenkönig Ludwig II. von Bayern und Sisi, die kleine bayerische Prinzessin, die den mächtigen Kaiser von Österreich heiratete. All diese Wittelsbacher nannten sich nach ihrem Stammsitz nordöstlich von Augsburg. Die ehemalige Burg Wittelsbach ist heute auch Namenspatronin des altbaierischen Kreises Wittelsbacher Land. Seine Markenzeichen sind grüne Wiesen und Hügel, barocke Kirchen und Schlösser, malerische Dörfer und Städte – dazu vieles mehr!
Reportagen (Radio hr4, 27.07./10.08.2013):
ZITHER-MAX TRIFFT ROBIN HOOD
von gekrönten und geköpften Häuptern
Die Dynastie der Wittelsbacher hat in dem Landkreis, der heute nach ihr benannt ist, viele Spuren hinterlassen: die Schlösser in Friedberg, Kühbach oder Rapperzell beispielsweise. Doch ausgerechnet die mittelalterliche Burg, deren Namen das Herrscherhaus im 12. Jahrhundert angenommen hatte, ist fast spurlos verschwunden. Unsere kleine Reise durch das Wittelsbacher Land, auf der wir interessanten Personen begegnen wie dem "Zither-Max" und dem "deutschen Robin Hood", wollen wir trotzdem da beginnen, wo die Burg einst stand – im Aichacher Stadtteil Oberwittelsbach.
Reportage (Radio hr4):
[Zum Anhören klicken: komplette Reportage]
[Atmo: Glockengeläut der Wallfahrtskirche Maria vom Siege]
Wo ehedem die Burg Wittelsbach war, ist heute die Wallfahrtskirche Maria vom Siege. Nur ein kleiner Mauerrest mit einer Gedenktafel erinnert in Oberwittelsbach an den einstigen Stammsitz des Herrscherhauses. Schon 1209 wurde die Burg dem Erdboden gleichgemacht. Vorausgegangen war ein ungeheuerliches Verbrechen. Burgherr Otto von Wittelsbach hatte dem deutschen König Philipp von Schwaben im Zorn den Kopf abgeschlagen. Diese Meucheltat konnte natürlich nicht ungesühnt bleiben:
[O-Ton Brigitte Neumaier:]
"Zur Wiedergutmachung ist die Burg geschleift worden. Das hat ja auch ein Wittelsbacher gemacht, Ludwig der Kelheimer. Für diese Burgschleifung hat er Städte bekommen, man hat ihm damals angeboten Landsberg am Lech, Wasserburg, Straubing – waren ja reiche Städte – und da schleift man schon mal gerne seine Burg."
Aber nur wenige Kilometer entfernt, in Unterwittelsbach, hat ein paar Jahrhunderte später wieder ein Vertreter der Dynastie viel Zeit verbracht: Herzog Max in Bayern erwarb dort ein Jagdschloss. Der volkstümliche Vater von Kaiserin Sisi spielte gerne auf der Zither und war deshalb auch als "Zither-Max" bekannt. In das heutige "Sisi-Schloss" kam er häufig. Hier draußen konnte er sich der Münchner Hofgesellschaft entziehen und auch seiner "lieben" Frau Gemahlin.
[O-Ton Brigitte Neumaier:]
"Man darf jetzt diese Herzog-Max-Geschichte nicht mit dem Romy-Schneider-Film vergleichen, weil da wird ja – Magda Schneider und Gustav Knuth sind ja exzellente Schauspieler gewesen – eine wunderglückliche Ehe dargestellt. So war's ja nicht. War eine Katastrophe, und diese Katastrophe ging über 60 Jahre. Ludovika hat ja später gesagt: 'Wir haben nicht heiraten wollen.' Und da war das auch eben ein bisserl eine Flucht dann, das Ganze."
zum Anhören klicken: Atmo Hiasl-Lied]
[Musik: Hiasl-Lied]
Immer auf der Flucht war auch der "Bayerische Hiasl" Matthäus Klostermayr. Dieser legendäre Wilderer und Räuber machte die Wälder des Wittelsbacher Landes unsicher. Die Nachwelt hat ihn als "deutschen Robin Hood" verklärt. Und ein Körnchen Wahrheit steckt wohl darin:
[O-Ton Hermann Habersetzer:]
"Er hat also gewildert und hat dieses Wild zum größten Teil, was er selbst nicht verwerten konnte oder seine Bande, den Bauern gegeben zum Ausgleich auch von den Flurschäden, die das Wild angerichtet hat. Später wurden auch Einrichtungen überfallen, zum Beispiel die Tat in Täfertingen, da hat er den Landvogt überfallen, hat ihnen die Kasse weggenommen und hat das Geld den Bauern hingeschmissen mit den Worten: Da nehmt's es, es ist ja sowieso eures."
Als Jagdgehilfe auf Gut Mergenthau bei Kissing hatte er einst das Jagen und Schießen erlernt. Hier ist heute die "Erlebniswelt Bayerischer Hiasl" untergebracht. Und sie zeigt beide Seiten des Räuberhauptmanns – die des aufrechten Kämpfers gegen Unterdrückung, aber auch die des brutalen Mörders, die ihn schließlich den Kopf kostete. Im Wittelsbacher Land wird der Hiasl dennoch bis heute verehrt, obwohl er alles andere war als ein Freund der Wittelsbacher.
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SISI IM SISI-SCHLOSS
- Ausstellung über die Kaiserin von Österreich
Das Sisi-Schloss in Unterwittelsbach zeigt jährlich andere Ausstellungen zur Geschichte des Wittelsbacher Landes. 2013 steht die Tochter des ehemaligen Hausherren im Mittelpunkt. Elisabeth (genannt: Sisi bzw. Sissi – es gibt unterschiedliche Schreibweisen), war die zweitälteste Tochter von Herzog Max in Bayern und dessen Frau Ludovika, einer bayerischen Königstochter. Sisis Mutter hatte nach damaliger Sichtweise weit unter ihrem Stand geheiratet. Während ihre Schwestern hervorragende Partien gemacht, in Kaiser- und Königshäuser eingeheiratet hatten, bekam Ludovika "nur" einen Herzog aus der wittelsbachischen Nebenlinie Pfalz-Birkenfeld-Gelnhausen ab. Noch dazu einen, der sich mit Bürgerlichen umgab und in Wirtshäusern herumtrieb. Das ließ ihr keine Ruhe, deshalb setzte sie alles daran wenigstens ihre Töchter "gut" zu verheiraten.
So vereinbarte Herzogin Ludovika mit ihrer Schwester Sophie, der Mutter des jungen österreichischen Kaisers Franz Joseph, dass ihre älteste Tochter Helene (genannt: Néné) Kaiserin werden solle. Franz Joseph aber wollte lieber die jüngere Elisabeth, und so kam es, dass die erst 16-jährige Wittelsbacherin Gemahlin des Kaisers von Österreich wurde.
Sisi galt als schönste Frau ihrer Zeit, und obwohl der Kaiser ihr weit mehr zugetan war als in solchen dynastischen Ehen üblich, wurde sie nicht glücklich an seiner Seite. Sie flüchtete aus der Wiener Hofburg, so oft sich eine Gelegenheit ergab. Besonders ihre Tante und Schwiegermutter Sophie machte ihr das Leben schwer. Am Ende starb sie einen gewaltsamen Tod, wurde von einem politischen Extremisten ermordet.
Die Ausstellung im ehemaligen Jagdschloss ihres Vaters zeigt sie in den verschiedenen Stationen ihres Lebens. Ob sie es selbst jemals betreten hat, ist allerdings nicht erwiesen. Es wird lediglich vermutet, dass sie als Kind mindestens einmal im Unterwittelsbacher Schloss zu Gast war, weil auf einer Lithographie von Alois Flad Herzogin Ludovika mit einem kleinen Mädchen aus dem Fenster schaut, das die damals vierjährige Sisi sein könnte.
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GERÄDERT UND GEVIERTEILT
- die grausame Hinrichtung des "Bayerischen Hiasl"
Mitte des 18. Jahrhunderts, zu Lebzeiten also des "Bayerischen Hiasl", litten die Bauern (nicht nur) im Wittelsbacher Land große Not. Zwar gab es reichlich Wild in den Wäldern, doch das Jagen war nur den feinen Herren aus Adel und Klerus erlaubt. Wer dennoch ein Reh oder Wildschwein erlegte, musste mit drakonischen Strafen rechnen. In seiner Jugend wurde Matthäus Klostermayr zum Jagdgehilfen auf Gut Mergenthau ausgebildet, das damals im Besitz der Jesuiten war. Als er eines Tages einen Pater verspottete, weil der auf der Hasenjagd versehentlich eine Katze erschossen hatte, wurde er entlassen. Fortan ging der Hiasl ohne Erlaubnis auf die Jagd. Einmal wurde er dabei erwischt und musste eine lange Gefängnisstrafe absitzen. Nach seiner Freilassung kam ihm Kurfürst Karl Albrecht von Bayern sogar entgegen und bot ihm einen Job als Jäger an, aber der Hiasl lehnte ab. Er zog ein Leben als Räuber und Sozialrebell einem Leben in kurfürstlichen Diensten vor.
Ein schlauer Fuchs, wie er war, hat er die Obrigkeit immer wieder genarrt. So schrieb seinerzeit die Augsburger "Post- und Ordinari Samstags-Zeitung" über ihn:
"Matthäus Klostermayr, über den diese Zeitung verschiedentlich berichtet hat, hat sich vergangene Woche ein neues Stückl geleistet. Er ist alleine einem ganzen Detachement kurfürstlich baierischer Werber entkommen und ins Schwäbische geflohen. Wo ihn das baierische Recht nicht mehr belangen kann.
Wie aus wohlunterrichteten Kreisen berichtet wird, habe der kurfürstlich-baierische Pfleger von Friedberg seinen Einfluss spielen lassen, um den als Brentanhiasl bekannten Klostermayr auf die Liste der zum Militärdienst einzuziehenden Männer setzen zu lassen. Der jagdbegeisterte Pfleger habe damit den als Wilderer verschrieenen Mann aus dem Verkehr ziehen und disziplinieren wollen.
Am 24. April 1761 konnten die Werber den Hiasl in einem Kissinger Wirtshaus überraschen und zur Sammelstelle, einem Friedberger Wirtshaus, transportieren. Aber sie haben nicht mit dem Mut und der Schlauheit des Matthäus Klostermayr gerechnet. Der nämlich zeigte sich gar nicht verbittert oder enttäuscht. Im Gegenteil: unter der Behauptung dass er 'beim Militari' kein Geld mehr brauche, lud er Mitgefangene und Werber zum Trinken ein. Als die Stimmung unter dem Alkoholgenuss einem Höhepunkt zustrebte, konnte der Brentanhiasl sich unentdeckt absetzen. Seine Frechheit ging so weit, dass er die Stadt ganz offiziell durch das Stadttor verließ und Richtung Augsburg wanderte. Denn dort wäre er vor den Soldaten des Kurfürsten sicher gewesen.
Inzwischen aber hatten die Soldaten die Flucht des Hiasl bemerkt und schnitten ihm den Weg über die Augsburger Lechbrücke ab. Mit der Verwegenheit, die ihn schon in jungen Jahren auszeichnete, sprang er in den Lech, der zu dieser Zeit durch die Schneeschmelze viel Wasser führte und sehr kalt war. Trotz dieser widrigen Umstände gelangte er ans andere Ufer und ließ den baierischen Truppen das Nachsehen. Es wird erzählt, dass der Brentanhiasl von einem schwäbischen Bauern gepflegt und aufgepäppelt wurde und zwischenzeitlich gar wieder ins Bairische zurückgekehrt sei, um seinen Stutzen zu holen, den er auf seiner überstürzten Flucht habe liegen lassen.
Die Aufsehen erregende Flucht des Hiasl ist ein weiterer Mosaikstein in einem Bild, das den jungen Mann schon heute zu einer Legende unter den Bauern werden lässt."
Die Bauern liebten und verehrten ihn als "Fürst der Wälder", weil er die Wildschweine dezimierte und damit die Flurschäden in Grenzen hielt. Doch bei den Raubzügen mit seiner Bande, die er um sich geschart hatte, kam es immer öfter zu Gewalttaten bis hin zum Mord. Und so wurde der Hiasl selbst vom Jäger zum Gejagten.
Der Fürstbischof von Augsburg schickte ihm schließlich seine Truppen auf den Hals, 300 (!) Mann stark. An einem Gasthof im schwäbischen Osterzell wurde er mit seiner Bande festgenommen und im September 1771 in Dillingen an der Donau hingerichtet. Auf die denkbar grauenvollste Weise, denn man wollte an dem Volkshelden ein Exempel statuieren.
Der genaue Wortlaut des Urteils ist in der "Erlebniswelt Bayerischer Hiasl" auf Gut Mergenthau bei Kissing zu hören:
[zum Anhören klicken: Atmo Urteilsverkündung]
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BAYERNS ANTWORT AUF BAD SEGEBERG
die Karl-May-Festspiele in Dasing
Bei den Namen Winnetou und Old Shatterhand schlägt das Herz eines jeden Jungen höher – ob klein oder groß. Und auch viele Angehörige des weiblichen Geschlechts können sich ihrer Faszination nur schwer entziehen. Die beiden Helden des Wilden Westens – wie Karl May ihn erdacht hat – feiern seit mehr als 60 Jahren bei den Festspielen in Bad Segeberg fröhliche Auferstehung. Aber nicht nur im hohen Norden Deutschlands, in Schleswig-Holstein, sind sie zu bewundern. Seit 2005 begeistern Winnetou und Old Shatterhand ihr Publikum auch im Wittelsbacher Land. In Dasing, direkt an der Autobahn Augsburg-München gelegen, hat der Western-Sänger Fred Rai die Süddeutschen Karl-May-Festspiele ins Leben gerufen. Längst ist auch Bayerns Antwort auf Bad Segeberg zur überregionalen Attraktion geworden. Die Gäste kommen aus ganz Deutschland, aus Österreich und der Schweiz nach Dasing. 2013 steht "Halbblut" auf dem Programm. In den Hauptrollen – einmal mehr – Winnetou und Old Shatterhand.
Reportage (Radio hr4, 27.07.2013):
[Zum Anhören klicken: komplette Reportage]
(Winnetou:) "Du bist mir willkommen wie der Sonnenstrahl dem kalten Mond."
(Old Shatterhand:) "Wer einmal den Atem der Savanne getrunken hat, der kehrt immer wieder hierher zurück."
(Winnetou:) "Ja, mein Bruder."
(Old Shatterhand:) "Freundschaft verbindet über Zeit und Raum."
Die edle Rothaut und das tapfere Bleichgesicht. Sie dürfen in keiner Karl-May-Aufführung fehlen. Diesmal bekämpfen sie einen skrupellosen Geschäftsmann, der sich unrechtmäßig eine Goldmine aneignen will.
[Atmo:]
(Winnetou:) "Wie schwarz muss das Herz eines Menschen sein, um so zu werden, wie Ihr es seid?"
(De la Vargas:) "Wenn ich dadurch reich würde, hab’ ich gerne ein schwarzes Herz."
(Winnetou: "Du kennst den Preis von allem, aber den Wert von nichts."
Festspiel-Intendant Fred Rai persönlich gibt den Bösewicht de la Vargas. Dessen Helfershelfer, das rachsüchtige Halbblut Ik Senanda, spielt Peter Görlach. Er führt auch Regie und hat die literarische Vorlage für die Bühne bearbeitet.
[O-Ton Peter Görlach:]
"Das war nicht ganz einfach, denn es ist eigentlich eine Kurzgeschichte, und ich muss auch zugeben, ich habe es sehr frei nach Karl May gestaltet, denn das Publikum hat natürlich eine gewisse Erwartungshaltung, ist verwöhnt vom Kino, vom Fernsehen, und eine Theaterfassung muss natürlich auch ganz bestimmte Elemente beinhalten, das heißt die Mischung aus Dramaturgie, Action, Humor, Komik, muss natürlich ausgewogen sein und selbstverständlich im Mittelpunkt die beiden Helden Winnetou und Old Shatterhand."
[Atmo: Schießerei]
Helden zum Anfassen noch dazu. Auf dem relativ kleinen Festspielgelände sind die Zuschauer hautnah dabei. Sie riechen die Pferde und den Pulverdampf. Sie spüren den Wilden Westen mit allen Sinnen. Sogar unter Mitgliedern des Karl-May-Fanclubs schneidet Dasing besser ab als das "Original" Bad Segeberg:
[O-Töne Fans:]
"Also, ganz ehrlich? Hier bringen sie viel mehr Herzblut rein, mehr Gefühl, das Herz bleibt richtig stehen, wenn sie hier spielen."
"Wenn man hier auf dem Gelände unterwegs ist, trifft man eigentlich alle, die auch mitwirken, und kann sich mit allen locker und frei unterhalten, und das ist das Schöne da dran."
Zum Beispiel Winnetou-Darsteller Michael M. Für ihn ging mit der Rolle ein Jugendtraum in Erfüllung:
[O-Ton Michael M.:]
"Ich glaub', der Reiz Karl Mays ist immer noch die Seite zu sehen, wie es damals im Westen war. Die Filme im Fernsehen – man vergleicht sich mit Pierre Brice. Auch dieses Gute gegen das Böse, wo am Ende immer das Gute siegt. Ich glaube, das ist genau der Reiz, den Karl May ausmacht."
Natürlich erhalten auch in "Halbblut" zum Schluss die Schurken ihre gerechte Strafe; die beiden Helden haben ihre Schuldigkeit getan, sie können gehen.
(Winnetou:) "Der Große Geist möge über Euch wachen. Lasst uns reiten, mein Bruder."
[folgt Musik und Applaus]
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ADELIGE GASTROLLE
- Angela Fürstin Fugger im Wilden Westen
Nachdem sie 2012 pausiert hat, ist die wohl prominesteste Mimin der Dasinger Karl-May-Festspiele anno 2013 wieder mit von der Partie: Angela Fürstin Fugger von Glött geht zwar inzwischen stramm auf die Achtzig zu, macht im Sattel ihres Pferdes aber immer noch eine gute Figur.
Die alte Dame spielt in "Halbblut" die Rolle der Adele Timpe, einer gebürtigen Sächsin, die in den Wilden Westen reist, um eine Erbschaft anzutreten. Leider trifft sie dort auf Desperados, die ihr das Erbe, eine Hazienda, streitig machen wollen. Aber die resolute Adele lässt sich so leicht nicht unterkriegen.
"Fürstin Fugger ist mit Pferden groß geworden", heißt es auf der Webseite der Süddeutschen Karl-May-Festspiele. "Schon im Kindesalter durfte sie auf dem eigenen Gutshof auf Papas Ackerpferden erfahren, dass das größte Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde liegt.
Als Schlossherrin des wunderschönen Fuggerschlosses in Kirchheim in Schwaben hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, dieses zu renovieren, zu erhalten und persönliche Führungen durch die historischen Räume anzubieten. Der berühmte Cedernsaal mit seiner prunkvoll geschnitzten Holzdecke, gilt als einer der schönsten Renaissance-Säle Europas."
Na, dann bloß nicht aus dem Sattel rutschen und die Zügel immer fest in der Hand halten!
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Video:
Ewiger Kampf Gut gegen Böse – Szene aus den Süddeutschen Karl-May-Festspielen 2013
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