Jerusalem orthodoxe Juden Blick auf Klagemauer

rolf fröhlings reisereportagen

Israel

              

NAHER OSTEN INKLUSIVE

Es ist ein Land, das Christen, Juden und Muslimen heilig ist. Ein Land, das im Mai 2008 sein 60-jähriges Bestehen gefeiert hat. Ein Land, das seit seiner Gründung 1948 keinen wirklichen Frieden kennt. Ein Land, das eigentlich immer umkämpft war und vermutlich auch weiterhin umkämpft sein wird. – Israel ist kein "normales" Urlaubsland. Trotzdem kamen 2007 weit mehr als zwei Millionen Besucher, Tendenz rapide ansteigend. Israel bietet eben jenseits aller Konflikte auch eine faszinierende Landschaft, eine faszinierende Geschichte und gleich mehrere faszinierende Kulturen auf engstem Raum. Dennoch: eine Reise in das Heilige Land ist immer auch eine Reise in den Nahen Osten. Mit allem, was dazu gehört.

Jerusalem orthodoxe Juden Blick auf Klagemauer
Titelfoto: Ultraorthodoxe Juden in Jerusalem
Jerusalem Ölberg Himmelfahrtkirche von fern
Blick auf den Ölberg in Jerusalem mit der evangelischen Himmelfahrtkirche
Jerusalem Ölberg Ralph Lewinson
Reiseleiter Ralph Lewinson auf dem Ölberg
Jerusalem Ölberg Kamel
Kamelreiten als Touristenattraktion auf dem Ölberg
Jerusalem Kirche der Nationen außen
Kirche der Nationen am Ölberg
Jerusalem Maria Magdalena Kirche außen
Griechisch-orthodoxe Maria-Magdalena-Kirche am Ölberg
Israel Totes Meer Strand Totale
Badestrand am Toten Meer
Israel Totes Meer Strand nah
Vor dem Baden mit Heilschlamm einreiben
Israel Totes Meer Badende
Gemütliches Treibenlassen auf dem extrem salzhaltigen Wasser des Toten Meers

Reportagen (Radio hr4, 06.09.2008; MAZ 03.04.2010):

DAS BIKINI-ATOLL

Tel Aviv Strand Badende
Titelfoto: Strand in Tel Aviv

Badefreuden in Tel Aviv

Wo heute Hochhäuser wie Pilze aus dem Boden schießen, waren vor hundert Jahren nur Sanddünen. Dann kamen die Zionisten und gründeten 1909 eine Stadt, der sie den hebräischen Namen Tel Aviv gaben. Er bedeutet "Frühlingshügel" und geht auf einen Buchtitel von Theodor Herzl zurück, dem Begründer der Zionistenbewegung. Die neue Siedlung wurde zum Magnet für jüdische Auswanderer aus Europa, und schon nach wenigen Jahrzehnten überflügelte sie die alte Hafenstadt Jaffa an ihrem südlichen Rand. Heute ist Tel Aviv eine moderne Großstadt mit rund einer Million Einwohner, das wirtschaftliche Zentrum des Staates Israel, weltoffen und westlich geprägt. Ein beliebtes Seebad am Mittelmeer, wo man Bikini und Badehose trägt statt knielanger Röcke und schwarzer Mäntel, wie man sie bei den orthodoxen Juden in Jerusalem sieht. Tel Aviv wirkt wie eine weltliche Insel inmitten des zunehmend religiös-fundamentalistischen Nahen Ostens.

Tel Aviv Skyline
Skyline von Tel Aviv aus Richtung Jaffa
Jaffa Blick auf Skyline Tel Aviv
"Photo-shooting" vor der Skyline von Tel Aviv
Tel Aviv Independence Hall Museum innen
Independence Hall Museum
Tel Aviv Independence Hall Museum Mikrofon Ben Gurion
Mikrofon, mit dem David Ben Gurion den Staat Israel ausrief
Jaffa Altstadt Uhrturm
Jaffa - alte Hafenstadt und heutiger Vorort von Tel Aviv
Jaffa Peterskirche außen
Kath. Kirche St. Peter in Jaffa
Jaffa Altstadtgasse
Gasse in Jaffa

Reportage (Radio hr4, 06.09.2008):

Originalton 3:11

[zum Anhören klicken: komplette Reportage]

[Atmo: Strandbar]

Laute Techno-Musik dröhnt aus den Bars am kilometerlangen Sandstrand von Tel Aviv. Hier trifft sich Israels Jugend, um unbeschwert den Tag zu genießen. Der Nahost-Konflikt scheint ganz weit weg zu sein. Tel Aviv gilt als die israelische Großstadt mit der höchsten Lebensqualität, sagt unser Reiseleiter Ralph Lewinson.

[O-Ton Ralph Lewinson:]
"Es gibt hier ein Sprichwort in Israel. Man sagt: Wer bummeln will, muss nach Tel Aviv. Wer arbeiten will, muss nach Haifa. Und wer beten will, muss nach Jerusalem."

Der Tourismus ist deshalb einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Tel Aviv. Und dabei hat die Stadt, abgesehen von ihrem Strand, keine wirklich großen Attraktionen zu bieten. Eine der wenigen war der Feuer-und-Wasser-Brunnen – ein Geschenk der Partnerstadt Frankfurt am Main.

[O-Ton Ralph Lewinson:]
"Das Wasser tanzte, und das Feuer kam raus, mit der Musik hat das Feuer und das Wasser getanzt. Also echt, war ganz toll, aber viel zu teuer."

Wegen der hohen Gaspreise wurde das Spektakel abgeschaltet. Was Tel Aviv geblieben ist, sind rund 1.500 Häuser im Bauhaus-Stil und einige interessante Museen. Zumindest, wer sich für die israelische Geschichte interessiert, der kommt am Independence Hall Museum nicht vorbei.

[Atmo: Dokumentarfilm]

Hier rief David Ben Gurion am 14. Mai 1948 den neuen Staat Israels aus. Und weil man mit einem sofortigen Militärschlag der arabischen Nachbarstaaten rechnete, fand die Erklärung nicht vor repräsentativer Kulisse statt, sondern im eher unscheinbaren Haus von Bürgermeister Dizengoff.

Tel Aviv Strandbars
Strand von Tel Aviv
Tel Aviv Foto Dizengoff
Ehem. Bürgermeister Dizengoff
Jaffa Altstadt
Gasse in der Altstadt von Jaffa

[O-Ton Itzhak Dvor:]
"They needed a safe place ...
Sie brauchten einen sicheren Platz, erzählt Museumsleiter Itzhak Dvor, und es sollte ein Ort sein, den jeder kennt. Die Halle des Museums war der beste Ort, den sie finden konnten, weil hier die Fenster besonders hoch über dem Boden sind und die Mauern sehr dick. Man kann also sagen, Israel wurde in einem Bunker geboren.
… was born inside a bomb shelter."

[Musik: Israelische Nationalhymne]

Und tatsächlich musste sich der neugeborene Judenstaat schon wenige Stunden später heftiger Attacken von außen erwehren. Aber auch in Israel selbst gibt es eine starke arabische Minderheit, die bis heute ihre Rechte einfordert. Was Tel Aviv betrifft, so leben die meisten arabischen Bewohner im Stadtteil Jaffa.

[Atmo: Muezzin]

Hier ruft der Muezzin zum Gebet. Die Altstadt von Jaffa ist islamisch geprägt. In ihren malerischen Gassen spürt man orientalisches Flair. Doch neben Minaretten prägen auch christliche Kirchtürme das Stadtbild:

(O-Ton Ralph Lewinson:)
"Hier gibt es viele Kirchen, weil das die Eingangsstelle für die Pilger in das Heilige Land war. Die Kirchen haben hier Hospize gebaut für die Pilger, die über das Meer gekommen sind, haben hier dann ihre erste Unterkunft bekommen – Essen, Trinken, Geld getauscht – und sind dann weiter gereist nach Jerusalem."

Jaffa hat eine lange Geschichte. Sie ist mindestens 4.000 Jahre alt, die von Tel Aviv dagegen noch keine 100. Und doch wurde Jaffa längst von Tel Aviv eingemeindet. Heute ist das arabische Viertel zweifellos die bedeutendste Sehenswürdigkeit der jüdischen Metropole – und nicht nur, weil man von hier den schönsten Blick hat auf den kilometerlangen Sandstrand.

 

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DER SCHLAF DER GERECHTEN

Übernachtung im Kibbuz-Hotel

Israel See Genezareth Sonnenuntergang
Titelfoto: Sonnenuntergang am See Genezareth

                     

 

Gerade mal ein Jahr nach Tel Aviv, nämlich 1910, gründeten Zionisten den ersten Kibbuz auf dem Boden des heutigen Staates Israel – ein landwirtschaftliches Kollektiv, das die Wüste fruchtbar machen wollte. Die meist sehr jungen Pioniere waren voller Idealismus. Basisdemokratie und Gerechtigkeit galten als oberste Gebote. Nicht die Leistung, sondern die Anzahl der Kinder bestimmte den Lohn. Eine Lebensform, die auf Ideen des Sozialismus beruhte – und die zumindest zeitweise tatsächlich funktionierte. Heute gibt es rund 1.700 dieser Kibbuzim, das einstige Ödland grünt und blüht. Aber von der Landwirtschaft allein können viele nicht mehr leben, deshalb betreiben sie nebenbei Fabriken – oder Hotelanlagen. In einem solchen Kibbuz-Hotel können Touristen oft preiswert übernachten, ohne auf den üblichen Hotelkomfort verzichten zu müssen. Zudem liegen sie zumeist in den landschaftlich reizvollsten Gegenden Israels.

Israel See Genezareth Kibbuz Hotel Maagan
Bungalows für Gäste im Kibbuz-Hotel Maagan am See Genezareth
Israel Kibbuz Hotel Maagan Pool
Swimming-pool des Kibbuz-Hotels Maagan
Israel Kibbuz Hotel Maagan Strand
Strand am Kibbuz-Hotel Maagan
Israel Kibbuz Yakum Amir Har Gil
Kibbuznik Amir Har-Gil im Kibbuz Yakum
Israel Kibbuz Yakum Häuschen
Unterkunft der Kibbuzniks von Yakum
Israel Kibbuz Hotel Shefayim außen
Kibbuz-Hotel Shefayim
Israel Blüte Granatapfel
Granatapfelblüte vor dem Kibbuz-Hotel Shefayim

Reportage (Radio hr4, 06.09.2008):

Originalton 2:42

[zum Anhören klicken: komplette Reportage]

Der Blick aus dem Fenster lässt Urlaubsträume wahr werden. Hier am See Genezareth soll Jesus viele Wunder bewirkt haben. Die Ferien-Bungalows im Kibbuz-Hotel Maagan sind nur einen Steinwurf vom See entfernt. Dazu Palmen, Oleander und ein großer Swimming-pool. Da ist es KEIN Wunder, dass die Gäste begeistert sind:

[O-Ton Touristin:]
"Wunderschön. Ich kam mir vor wie im Paradies. Modern ausgestattete Bungalows, Grill neben dem Haus, Stühle, 'ne Riesen-Rezeption, wunderbares Essen, lauter frische Lebensmittel – optimal!"

Auch Torsten Reibold, ein gebürtiger Hesse, der für den Dachverband der Kibbuzbewegung, Havatzelet, arbeitet, sieht in den Kibbuz-Hotels eine wunderbare Alternative:

[O-Ton Torsten Reibold:]
"Wenn man aus dem Hotel ins Kibbuz 'rausgeht, tritt man wirklich ins Grüne. Man hat Rasen vor sich, in diesem Fall dann den See Genezareth. Man hat fünf Minuten, bis man am Wasser ist, und die Atmosphäre ist einfach viel ruhiger. Von der Qualität unterscheiden sich die wenigsten Kibbuz-Hotels heute noch von den großen professionellen Hotelketten, wie man sie in den Tourismuszentren findet."

Vieles hat sich geändert seit der Zeit der Pioniere. Im Kibbuz Yakum bei Tel Aviv zeigt uns Amir Har-Gil, wie die ersten Bewohner gelebt haben.

[O-Ton Amir Har-Gil:]
"That was the place for the children…
In diesem Gebäude waren die Kinder untergebracht. Sie lebten den ganzen Tag hier und durften ihre Eltern nur zwei Stunden am Nachmittag besuchen. Ihr ganzes Leben spielte sich hier ab, und die Eltern wohnten weiter unten im Kibbuz.
… kibbutz which is further down."

Israel Kibbuz Hotel Maagan Totale
Kibbuz-Hotel Maagan
Israel Kibbuz Yakum historisches Foto
Kibbuz Yakum zu Beginn
Israel Kibbuz Yakum Totale
Kibbuz Yakum heute

Der Kibbuz Yakum wurde 1947 gegründet. Anfangs schliefen die Mitglieder in Zelten, später in Gemeinschaftsunterkünften aus Holz. Es gab klare Regeln, an die sich alle halten mussten. Wollte ein junges Paar mal für wenige Minuten ungestört sein, musste es einen Besen vor die Tür stellen.

[O-Ton Amir Har-Gil:]
"If suddenly you come back from somewhere and you see that the broom is upside-down, make another walk."

Wenn man nach Hause kam und der Besen auf dem Kopf stand, erzählt Amir Har-Gil, hieß das, mach’ noch einen kleinen Spaziergang. Er selbst lebt seit mehr als zwanzig Jahren im Kibbuz – in der eigenen Mietwohnung mit Frau UND Kindern. Denn die werden längst wieder von den Eltern erzogen, der Lohn wird nach Leistung gezahlt. Viele Kibbuzniks arbeiten sogar in Tel Aviv und wohnen nur noch hier. Aber manche der alten Ideale blieben erhalten.

[O-Ton Amir Har-Gil:]
"In the kibbutz we have more justice …
Im Kibbuz herrscht mehr Gerechtigkeit. Wir leben in der Natur, und irgendwie ist es noch immer wie in einer großen Familie. Man ist nicht so einsam wie in der Stadt.
… not lonely like in the city." 

Also, bleiben wir noch eine Weile in unserem Kibbuz-Hotel am schönen See Genezareth. Und wer weiß – vielleicht färben ja einige der Ideale auf uns ab.

 

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DIE HEILIGE KUH

angewandter Religionskurs in Jerusalem

Jerusalem Damaskustor
Titelfoto: Damaskustor zur Jerusalemer Altstadt

                        

 

Jerusalem ist die wohl meistumkämpfte Stadt der Weltgeschichte. Und meist hat die Religion dabei eine Rolle gespielt. Der deutsch-israelische Buchautor Gil Yaron schreibt, allein in den letzten 2000 Jahren seien 34 Eroberer in die Stadt eingezogen, 22 mal sei sie belagert, 18 mal wieder aufgebaut worden, und 11 mal habe der Glaube gewechselt. Heute ist Jerusalem  sozusagen multi-religiös: Judentum, Islam und eine Vielzahl von christlichen Konfessionen sind in der Stadt vertreten, d.h. vor allem im arabischen Ostteil, der Jerusalemer Altstadt. Alle betrachten sie als eine Art Heilige Kuh, und jeder möchte sie am liebsten für seine Zwecke ausschlachten. Seit dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 wird Ost-Jerusalem von Israel kontrolliert. Der momentane Status hat zumindest zur Folge, dass alle relativ ungehindert ihre Religion ausüben können – Juden, Muslime und Christen. Ein Besuch der Altstadt von Jerusalem ist zweifellos der Höhepunkt jeder Israel-Reise und wird unweigerlich zum praktisch angewandten Religionskurs.

Jerusalem Pilger Via Dolorosa
Via Dolorosa in Jerusalem
Jerusalem Grabeskirche Pilger
Pilger mit Kruzifx vor der Grabeskirche
Jerusalem Grabeskirche Menschenschlange
Großer Andrang in der Grabeskirche
Jerusalem Grabeskirche Kerzen
Ein Kerzchen anzünden in der Grabeskirche
Jerusalem Via Dolorosa Souvenirshop
Christliche Souvenirs in der Via Dolorosa
Jerusalem Altstadt Schwestern in Tracht
Evangelische Schwestern aus Deutschland in der Jerusalemer Altstadt
Jerusalem Altstadt Pope
Pope der Ostkirche in der Jerusalemer Altstadt
Jerusalem athiopisch orthodoxe Priester
Äthiopisch-orthodoxe Priester in Jerusalem
Jerusalem Klagemauer betende Juden
Ultraorthodoxe Juden vor der Klagemauer
Jerusalem ultraorthodoxe Juden diskutieren
Ultraorthodoxe Juden diskutieren Glaubensfragen
Jerusalem Altstadt Muslimin
Muslimin in der Jerusalemer Altstadt
Jerusalem Altstadt Shisha Bar
Shisha-Bar in der Jerusalemer Altstadt
Jerusalem Altstadt Gewürzladen
Orientalische Gewürze in der Jerusalemer Altstadt
Jerusalem  Limonadenverkäufer
Arabischer Limonadenverkäufer vor dem Damaskustor
Jerusalem orthodoxer und ultraorthodoxer Jude
Mehr oder weniger orthodoxe Juden in der Jerusalemer Neustadt
Jerusalem Knesset von fern
Die Knesset, das israelische Parlament, in der Jerusalmer Neustadt

Reportage (Radio hr4, 06.09.2008; MAZ, 03.04.2010):

Originalton 3:22

[zum Anhören klicken: komplette Reportage]

[Atmo: Glocken der Erlöserkirche]

Es ist Sonntagmorgen. Die Glocken der evangelisch-lutherischen Erlöserkirche rufen zum Gottesdienst. Er wird in mehreren Sprachen gefeiert, darunter auch auf Deutsch.

[Atmo: Kirchenlied]

Christen aus aller Welt nehmen die Gelegenheit wahr, den Gottesdienst zu besuchen – hier, auf dem Berg Golgatha, wo Jesus (nach der Bibel) am Kreuz gestorben und wiederauferstanden ist. Für viele ein ganz besonderes Erlebnis.

[O-Töne Touristinnen:]
"Ich bin sehr berührt. Das kommt von Herzen, man sich fühlt sich ganz nah von Jesus."
"Sehr beeindruckend, und es geht einem ans Herz."

Die Erlöserkirche liegt nur wenige Meter von der Grabeskirche entfernt – dem Allerheiligsten für sechs andere christliche Konfessionen. Sie wurde an der Stelle erbaut, wo sich angeblich das Grab Jesu befand. Von der katholischen, über die griechisch-orthodoxe bis hin zur äthiopischen Kirche wird sie gemeinsam genutzt. Und das funktioniert nicht immer reibungslos, sagt unser Reiseleiter Ralph Lewinson.

Jerusalem Erlöserkirche Glockenturm
Glockenturm der Erlöserkirche
Jerusalem Grabeskirche innen
Gläubige in der Grabeskirche
Jerusalem Grabeskirche Priester verschiedener Konfessionen
Priester-Disput in der Grabeskirche

[O-Ton Ralph Lewinson:]
"Jeder hat seine bestimmten Zeiten, wann er beten darf, wann er singen darf, wer die Tür aufmacht, wer sie zumacht, wer fegen darf. Und hier gibt es ab und zu Prügeleien. Es gab schon zweimal Mord in der Kirche, unter Priestern, über Rechte, wer was machen darf. Und hier ist öfters die Polizei, um das zu kontrollieren, weil es fast jede Woche etwas gibt, Ärger zwischen der einen Gruppe und der anderen."

Wenn sich schon die Christen untereinander nicht einigen können, dann wundert es nicht, dass auch Juden und Muslime im Streit liegen. Stein des Anstoßes – oder besser: Fels des Anstoßes – ist der Tempelberg. Hier, wo der Tempel Salomos stand, steht heute der Felsendom mit seiner goldenen Kuppel und den kunstvollen Mosaiken, die bei Touristen immer wieder Begeisterung auslösen.

[O-Töne Touristinnen:]
"Der Felsendom ist einfach einmalig, die Mosaiken blau, türkis, golden – und dann mit den ganzen Inschriften, arabischen Inschriften, orientalischen Inschriften, einfach toll!"
"Die sind wahnsinnig bunt, farbig, und das ist 'ne ganz diffizile, feine Arbeit. Und immer diese strahlende Kuppel – einfach sehr beeindruckend." 

Der Dom wurde über einem Felsen errichtet, der für die Juden das Allerheiligste ist. Sie glauben, aus diesem Felsen habe Gott die Welt erschaffen, hier sei Adam begraben, und hier habe Abraham seinen Sohn Isaak opfern wollen. Das Problem ist nur, der Felsendom ist eine islamische Moschee, denn auch den Muslimen ist der Felsen heilig.

Jerusalem Felsendom nah
Felsendom*)
Jerusalem Felsendom von fern
Blick auf den muslimischen Tempelberg
Jerusalem Klagemauer nah
Betende an der Klagemauer

[O-Ton Ralph Lewinson:]
"Wir sprechen von einem wirklich großen Felsen. Der ist im Radius 15 Meter oder so was. Das ist ein Riesenfelsen, und da sind so Löcher drin, und nach dem islamischen Glauben sind das die Fußabdrücke von dem Pferd von Mohammed, als er in den Himmel gestiegen ist."

Die Juden dürfen den Tempelberg nach ihren eigenen Gesetzen nicht betreten. Ihnen bleibt nur die Klagemauer an seiner Westfront.

[O-Ton Ralph Lewinson:]
"Das Allerheiligste ist, auf dem Tempelberg zu beten an bestimmten Feiertagen, und weil es den Tempel nicht mehr gibt, geht man an die Klagemauer, weil das die nächste Stelle ist zu dem Allerheiligsten. Und das betrachtet man auch in der jüdischen Welt als die Ohren vom lieben Gott. Also, wenn man hier betet und sich bei Gott bedankt, wird der liebe Gott dieses Gebet hören."

Und so beten die ultra-orthodoxen Juden mehrmals täglich, dass Jerusalem ihnen eines Tages wieder ganz gehört. Aber bis dahin müssen sich die verschiedenen Religionen die heilige Stadt teilen. Und vielleicht ist es das ja, was der liebe Gott will.

 

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Hinweis:

*) Foto mit freundlicher Genehmigung von Roland Hinüber

 

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Video:
Immer an der Wand lang – ultra-orthodoxe Juden beten an der Klagemauer in Jerusalem

 

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DIE NAMEN DER OPFER

beklemmendes Gedenken in Yad Vashem

Jerusalem Yad Vashem Tal der Gemeinden nah
Titelfoto: "Tal der Gemeinden" in Vad Yashem *)

                        

 

Wer als Deutscher nach Israel reist, kommt um böse Erinnerungen an die Massenvernichtung der Juden durch die Nationalsozialisten nicht herum. Viele ältere Israelis sind selbst Überlebende der Konzentrationslager oder haben zumindest enge Verwandte und Freunde durch den Holocaust verloren. Immer wieder wird man als Deutscher darauf angesprochen – zwar freundlich meist, aber ein stiller Vorwurf schwingt häufig mit. Das schlimmste Verbrechen, das jemals Menschen an Menschen begangen haben, steht wie eine unsichtbare Wand zwischen Israelis und Deutschen. Es kann kein Vergessen geben, darin sind sich heute beide Seiten einig. Und darum ist ein Besuch in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem für Israel-Reisende geradezu ein Muss. Sie liegt am Rande von Jerusalem und wurde schon 1953 gegründet. Yad Vashem bedeutet "Denkmal und Name", denn hier bleiben die Opfer nicht anonym.

Jerusalem Yad Vashem außen
Eingang zur Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem bei Jerusalem
Jerusalem Yad Vashem Tal der Gemeinden Totale
"Tal der Gemeinden" in Yad Vashem
Jerusalem Yad Vashem Tal der Gemeinden Opfertisch mit Blumen
Im "Tal der Gemeinden"
Jerusalem Yad Vashem Tal der Gemeinden Gedenkstein nah
Tafel mit ehem. jüdischen Gemeinden in Hessen und Rheinland-Pfalz
Jerusalem Yad Vashem Tal der Gemeinden Gedenkstein Frankfurt
Gedenkstein für die ehem. jüdische Gemeinde in Frankfurt
Jerusalem Yad Vashem Denkmal für Kinder
"Denkmal für die Kinder"
Jerusalem Yad Vashem Güterwagen
Güterwagen, mit dem Juden in die Konzentrationslager deportiert wurden
Jerusalem Yad Vashem Halle Erinnerung innen
"Halle der Erinnerung"

Reportage (Radio hr4, 06.09.2008):

Originalton 3:06

[zum Anhören klicken: komplette Reportage]

[Atmo-Ton Touristin:]
"Das ist das Schwerste, sich verschenken und wissen, dass man überflüssig ist, sich ganz zu geben und zu denken, dass man wie Rauch ins Nichts verfließt."

Mit dem Gedicht der ermordeten Jüdin Selma Meerbaum-Eisinger beendet unsere Reisegruppe die kleine Gedenkzeremonie im "Tal der Gemeinden". In Stein graviert sind hier die Namen aller jüdischen Gemeinden Europas, die während des Holocaust ausgelöscht wurden. Darunter auch viele hessische Orte – von Korbach bis Beerfelden, von Limburg bis Herleshausen. In Yad Vashem sind Namen wichtiger als Zahlen.

[Atmo: Denkmal für die Kinder]

In einem abgedunkelten Raum werden die Namen von ermordeten Kindern vorgelesen. Zum Konzept von Yad Vashem gehört es, dass die Opfer als Individuen wahrgenommen werden.

[O-Ton Susan Cain:]
"It was David, it was Peter ...
Es war David, es war Peter, es war Sarah. Es waren Leute mit einer eigenen Geschichte, mit Hoffnungen, mit Träumen; Leute, die Kinder und Eltern hatten, die sich in Deutschland zu Hause fühlten, in der Sprache, in der Kultur. Es waren religiöse Juden, getaufte Juden, assimilierte Juden. Es war keine homogene Gruppe, es waren einfach Menschen.
... it were human beings."

Susan Cain, die uns durch das Holocaust-Museum führt, zeigt immer wieder auf unscheinbare Gegenstände, die viel zu erzählen haben.

[O-Ton Susan Cain:]
"For example the opening exhibit …
Eines der ersten Ausstellungsstücke ist eine Taschenuhr. Sie wurde einem Kind übergeben, das sich im Gebüsch eines Arbeitslagers in Litauen versteckt hatte, als die Rote Armee näher rückte und die Deutschen alle verbliebenen Juden erschossen. Ein Onkel entdeckte den Jungen und übergab ihm heimlich seine Uhr. Er sagte: Ich werde sie nicht länger brauchen, aber du hast die Chance zu überleben. Ich will, dass du sie behältst, dass du an mich denkst und meine Geschichte erzählst.
… remember me and tell my story."

Jerusalem Yad Vashem Halle der Namen innen
Halle der Namen**)
Jerusalem Yad Vashem Tal der Gemeinden Gedenktafel nah
Monument der Vernichtung
Jerusalem Yad Vashem Foto Schindler
Oskar Schindler**)

Solche Augenzeugen kommen im Museum reichlich zu Wort. Per Video berichten sie von der Deportation, von den Konzentrationslagern, von der Befreiung. Auch der Frankfurter Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki. Mit am bewegendsten ist seine Geschichte eines Freundes, der seine Geige mitnahm, weil er bis zuletzt an das Gute glauben wollte.

[Atmo-Ton Marcel Reich-Ranicki:]
"Die Deutschen sind doch so musikalisch. Ich werde ihnen das Bachsche E-Dur-Konzert vorspielen. Vielleicht lassen sie mich dann am Leben."

Sein Freund wurde trotzdem ermordet – wie sechs Millionen weitere Juden. Unvorstellbare Grausamkeit, unvorstellbares Leid verbirgt sich hinter dieser Zahl. Yad Vashem gelingt es, das Unvorstellbare wenigstens ein bisschen vorstellbar zu machen.

[O-Ton Touristin:]
"Was ich sehr gut finde in dieser Ausstellung, ist, dass man wirklich diese persönlichen Einzelschicksale nachvollziehen kann und dass man so manchmal einen direkten Zugang hat zu den historischen Prozessen, und vielleicht kommt daher dann auch diese Betroffenheit und diese Unfähigkeit, auch ein bisschen Abstand zu bekommen, ein bisschen Distanz zu halten."

Yad Vashem klagt an, es reicht aber auch die Hand zur Versöhnung. Nicht unerwähnt bleibt, dass die Deutschen willfährige Helfer auch in anderen europäischen Nationen hatten. Nicht unerwähnt bleibt ebenso, dass es Menschen wie Oskar Schindler gab, die unter Einsatz des eigenen Lebens jüdisches Leben retteten. Die unsichtbare Wand zwischen Deutschen und Juden scheint dünner zu werden.

[O-Ton Tourist:]
"Was mich bewegt, ist, dass es heute möglich ist, über 60 Jahre später, mit diesen Menschen zu sprechen, auch Fragen zu stellen. Das ist das Positive, was ich von hier mitnehme."

 

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Hinweis:

*) Foto: Roland Hinüber
**) Foto: Yad Vashem

 

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DER WALL AUS BETON

massive Vorkehrungen gegen Terror

Jerusalem Grenzmauer
Titelfoto: Grenzmauer zwischen Jerusalem und Bethlehem

                     

 

"Ist das nicht viel zu gefährlich?" – Wer in Israel Urlaub machen will, stößt bei seinen Mitmenschen häufig auf sorgenvolle Mienen, wenn nicht gar auf Unverständnis. Die Bilder aus den Nachrichten lassen nichts Gutes erahnen. Raketenangriffe und Bombenattentate scheinen zum israelischen Alltag zu gehören. Doch die Bilder täuschen. Raketenangriffe sind in aller Regel lokal begrenzt, Bombenattentate hat es in den letzten Jahren nicht mehr gegeben. Und das hängt wohl auch mit den strengen Sicherheitskontrollen zusammen, die Touristen oft schon bei der Einreise über sich ergehen lassen müssen. Aber nach Ansicht vieler Israelis auch mit den umstrittenen Grenzmauern und -zäunen, die ab 2003 zwischen jüdisch und palästinensisch besiedelten Gebieten hochgezogen wurden.

Jerusalem Hebräische Universität Gedenktafeln Terroranschlag
Terror-Gedenktafeln an der Hebräischen Universität in Jerusalem
Jerusalem Hebräische Universität Einlasskontrolle
Einlasskontrolle an der Hebräischen Universität
Israel Grenze Mauer nah
Grenzmauer zwischen Israel und dem Westjordanland
Israel Grenze Kontrollstelle Autoschlange
Autoschlange vor der Grenze zwischen Israel und dem Westjordanland
Israel Grenze Wachturm
Grenzposten ohne Stau
Israel Grenzmauer Graffito Ghetto
Graffiti an der israelisch-palästinensischen bei Jerusalem
Israel Grenzzaun nah
Grenzzaun zwischen Israel und dem Westjordanland
Westbank Bir Zeit Aktivisten Transparente
Palästinensische Aktivisten an der Bir Zeit Universität im Westjordanland
Westjordanland Bir Zeit Examensfeier
Keine Demo, sondern eine Examensfeier an der Bir Zeit Universität
Westbank Gedenkstein Arafat
Gedenkstein für den ehem. PLO-Führer Jassir Arafat im Westjordanland
Westbank Al Bireh Mausoleum Arafat innen
Mausoleum von Jassir Arafat in Al-Bireh im Westjordanland
Westjordanland Al Bireh Wachsoldat
Wachsoldat am Arafat-Mausoleum
Westbank Militärposten
Palästinensischer Militärposten im Westjordanland
Westbank jüdische Siedlung von fern
Jüdische Siedlung im Westjordanland
Israel Golan Höhen Touristen
Auf den Golan-Höhen
Israel Golan Höhen UN Auto
UNO-Fahrzeug auf den Golan-Höhen

Reportage (Radio hr4, 06.09.2008):

Die Mauer ist acht Meter hoch, aus grauem Beton und mit Graffiti beschmiert. Sie trennt u.a. das israelisch kontrollierte Jerusalem vom palästinensisch kontrollierten Bethlehem. Vor allem bei den Berlinern in unserer Reisegruppe kommen unangenehme Erinnerungen hoch. Aber auch der Politikwissenschaftler Ron Shatzberg von der Hebräischen Universität in Jerusalem ist kein Freund der Mauer.

[O-Ton Ron Shatzberg:]
"The average Israeli will tell you ...
Der Durchschnitts-Israeli wird Ihnen sagen, dass die Mauer und der Grenzzaun uns Sicherheit gaben und in den letzten drei Jahren vor Anschlägen geschützt haben. Aber ich sage Ihnen, es gibt auch andere Gründe, nicht nur die Mauer – interne palästinensische Gründe und die bessere technische Ausstattung unserer Sicherheitskräfte – die dazu geführt haben, dass wir keine Terroranschläge mehr hatten in Israel.
... no terrorist attacks in Israel."

Über die Gründe wird gestritten, aber fest steht: Während der so genannten Zweiten Intifada, kamen mehr als 900 Israelis bei Anschlägen ums Leben. Eines dieser Selbstmordattentate wurde 2002 in der Cafeteria der Hebräischen Universität verübt. Die Bilanz: neun Tote und mehr als 80 Verletzte. Aber die Studenten haben gelernt mit der Gefahr zu leben.

Jerusalem Hebräische Universität Gedenktafel nah
Gedenktafel für Terroranschlag
Jerusalem Hebräische Universität Cafeteria Studentinnen
Studentinnen in der Cafeteria
Westjordanland jüdische Siedlung Einkaufszentrum
Einkaufszentren gelten als gefährdet

[O-Ton Studentin:]
"I feel sad for what happened there but it doesn’t scare me."

Es tut mir Leid, was da passiert ist, sagt sie, aber ich hab’ keine Angst. Und ihre Freundin meint:

[O-Ton-Studentin:]
"There's so many spots like this …
Es gibt so viele Stätten wie diese in Jerusalem. Ich denk’ nicht mehr drüber nach, wenn ich das Restaurant betrete.
… there’s so many of them."

Heute kontrolliert ein Sicherheitsbeamter den Eingang zur Uni-Cafeteria. So wie fast alle öffentlichen Gebäude streng bewacht werden. Auch vor Einkaufszentren stehen häufig Wachmänner, die Personen und Taschen durchsuchen.

[O-Ton Tourist:]
"Daraufhin hab’ ich mal gefragt, warum machen die das hier so, und der sagte, es war so, dass vor zehn Jahren ungefähr in diesem Einkaufszentrum sich ein Palästinenser in die Luft gesprengt hat. Da gab's wohl etliche Tote und viele Verletzte, und aufgrund dieser Tatsache ist man natürlich sehr vorsichtig geworden."

Jerusalem Omnibus
Terrorgefahr an Bushaltestellen
Ramallah Taxifahrer
Straßenszene im Westjordanland
Jerusalem Hotel mit Wachmann
Wachmann vor Hotel

Deshalb werden Touristen davor gewarnt, sich an öffentlichen Plätzen mit vielen Menschen aufzuhalten. Auch Bushaltestellen gelten als gefährdete Zonen. Das Auswärtige Amt rät zudem vor dem Besuch der Palästinensergebiete ab, ausgenommen Bethlehem und Jericho. Doch Suleiman Abu Dayyeh, Leiter der Palästina-Abteilung bei der Friedrich-Naumann-Stiftung, hält das für übertrieben.

[O-Ton Suleiman Abu Dayyeh:]
"Gaza würde ich beispielsweise auf jeden Fall meiden. Aber generell ist es besser geworden, weil die palästinensischen Sicherheitskräfte die Sicherheit in vielen Regionen jetzt viel besser unter Kontrolle haben, und das Chaos der Waffen in den Händen von Menschen ist sehr stark eingeschränkt worden, sodass die Sicherheitslage viel besser geworden ist."

Die absolute Sicherheit, darin sind sich alle einig, kann es nicht geben. Auch Torsten Reibold, der seit fünf Jahren in Israel lebt, ist einmal nur mit Glück einem Anschlag entgangen – er steckte im Stau fest und kam erst später als geplant am Tatort an. Trotzdem würde er jedem empfehlen, dieses faszinierende Land zu besuchen.

[O-Ton Torsten Reibold:]
"Man kann in Israel sehr sehr gut reisen, wenn man gewisse Dinge beachtet und wenn man sich jederzeit vor Augen hält, dass man sich in einem Krisengebiet aufhält. Das heißt aber nicht, dass man sich automatisch der Gefahr für Leib und Leben aussetzt, wenn man hier mal für zwei Wochen herkommt, um 'ne Rundreise zu machen."

 

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