rolf fröhlings reisereportagen
Große Seen, Die (USA/CDN)
EINE TOUR UM DIE "BINNEN-OZEANE" NORDAMERIKAS
Wasser, Wasser und nochmals Wasser – bis zum Horizont. Das gibt es in Nordamerika nicht nur an den Meeresküsten, sondern auch im Binnenland – an den fünf großen Seen: Oberer See (Lake Superior), Huronsee, Michigansee, Eriesee und Ontariosee. Das größte Süßwasser-Reservoir der Erde. Der nördliche Teil dieser Binnen-Ozeane gehört zu Kanada, der südliche zu den USA. An ihren Ufern finden sich faszinierende Städte wie Chicago oder Toronto, herrliche Strände und urwüchsige Wildnis. Natur und Kultur also im Überfluss.
Reportagen (Radio hr3, 21.04.2002):
Großartige, weitgehend unberührte Natur. Scheinbar unendliche Wasserflächen und scheinbar ebenso unendliche Waldgebiete. Das ist die eine Seite der Großen Seen von Nordamerika. Die andere Seite: pulsierende und deshalb nicht weniger faszinierende Städte. Eine davon ist Toronto am Ontariosee – Kanadas heimliche Hauptstadt. Modern, sympathisch, multikulturell. Schon deswegen eine Reise wert. Doch die meisten kommen aus einem ganz bestimmten Grund – und der ragt genau 553 Meter in den Himmel hinein. Die Rede ist von Torontos CN-Tower, dem höchsten freistehenden Turm der Welt.
Reportage (Radio hr3, 21.04.2002)
Der CN-Tower, Torontos Fernsehturm, ist eine gigantische Nadel, die an den Wolken kratzt. Wir haben uns ein hohes Ziel gesteckt. Das höchste überhaupt. Und das verbindet uns mit vielen anderen Menschen. Über eine Stunde müssen wir Schlange stehen. Dann endlich dürfen wir unsere Himmelfahrt antreten – in einem der gläsernen Außenfahrstühle.
[O-Ton Lift-Hostess Christine:]
"Welcome everyone ...
Christine, das blonde Lift-Girl, heißt alle Fahrgäste willkommen an Bord: Wir brauchen 58 Sekunden bis zur unteren Plattform auf 346 Meter Höhe, erklärt sie. Das entspricht 114 Stockwerken.
... equivalent of 114 building stories."
346 Meter, da sind wir schon hoch über der Stadt. Aber wir wollen noch höher hinaus. Nach einer weiteren Stunde Wartezeit und einer weiteren Liftfahrt landen wir auf der zweiten Plattform, 447 Meter über Grund. Die ganze Welt liegt uns zu Füßen.
[O-Ton Touristin:]
"Boah, jetzt stehn mir hier oben! Das isch der größte Turm der Welt un' mir stehn hier. Das isch schon ein ernormes Gefühl, absolut, wirkt alles wie so Lego-Figuren und das isch absolut erhebend, des isch gigantisch."
Im vergangenen Jahr konnte der CN-Tower silbernes Jubiläum feiern. Gebaut wurde er eigentlich nur, weil die vielen neuen Hochhäuser damals in den Siebzigern den TV-Empfang störten. Es musste also ein Fernsehturm her.
[O-Ton Irene Knight:]
"Once you get up ...
Wenn man mal so weit ist, erläutert Irene Knight von der PR-Abteilung des Towers, dann ist es nur noch ein kleiner Schritt um zu sagen: Wir bauen den höchsten Turm der Welt. Also, da spielt schon auch eine Portion kanadischer Stolz mit.
... something doing like that as well."
Schließlich galt es, den Moskauer Fernsehturm, bis dahin Rekordhalter in der Welt, zu übertrumpfen. Das war Ansporn für die Architekten zu einer technischen Meisterleistung, einem Wunderwerk der Statik.
[O-Ton Irene Knight:]
"This really was ...
Das ist wirklich eine Konstruktion gewesen, mit der sie an die Grenzen des Machbaren gestoßen sind. Es hat eine Menge Forschung und Berechnung gekostet, um sicher zu stellen, dass der Turm allen Extrem-Situationen standhält.
... any sort of extremes."
Trotzdem sind wir froh, dass kein Orkan draußen wütet. Drum bleiben wir, bis es dunkel wird, und genießen unser Dinner im Dreh-Restaurant des Turms. Unter uns das Lichtermeer der Millionenstadt auf der einen und die unendliche Schwärze des Ontariosees auf der anderen Seite. In 350 Meter Höhe dem Himmel verdammt nahe.
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TAUCHSTATION
der Unterwassen-Nationalpark am Huronsee
Die Großen Seen bieten natürlich alle erdenklichen Möglichkeiten, um Wassersport zu treiben – sowohl auf als auch unter der Oberfläche. Ein Eldorado für Taucher und Schnorchler ist der "Fathom Five National Marine Park" bei Tobermory am Huronsee. Dort liegen 26 versunkene Schiffe, viele von ihnen nur wenige Meter tief. Eine Tauch- bzw. Schnorcheltour wird so zur Entdeckungsreise in vergangene Zeiten, als die Schifffahrt auf den Großen Seen noch ein echtes Abenteuer war.
Reportage (Radio hr3, 21.04.2002):
[Atmo: Schiffsmotor]
An Bord eines kleinen Kutters verlassen wir den Hafen von Tobermory. Der Huronsee liegt still und ruhig. Kaum vorstellbar, dass hier reihenweise Schiffe gesunken sein sollen. Aber Paul, unser Kapitän, weiß von heftigen Stürmen zu erzählen, die vor allem im Herbst über den See fegen. Eines der Schiffe, die es erwischt hat, war die "Sweepstakes", ein Zweimastschoner, gesunken 1885.
[O-Ton Bootskapitän Paul:]
"'The Sweepstakes' ran in ...
Die "Sweepstakes" krachte gegen einen Felsen auf Cove Island, eine der vorgelagerten Inseln. Dann schleppten sie sie in die kleine Bucht von Big Tub Harbor, weil sie dachten, sie könnten sie reparieren. Aber stattdessen ging sie unter. Dann brachten sie die ganze Ausrüstung in Sicherheit – auch die Masten und die Takelage. Nur den nackten Rumpf ließen sie zurück. Und da liegt sie noch – wie vor mehr als 100 Jahren.
... over 100 years ago."
Als wir die kleine Bucht erreicht haben, wirft Paul den Anker aus. Der Rest der Mannschaft legt die Tauch- oder Schnorchelausrüstung an. Und dann geht einer nach dem andern freiwillig über Bord.
[Atmo: Taucher lässt sich ins Wasser fallen]
Die "Sweepstakes" liegt rund 50 Meter weiter, nur drei Meter unter der Wasseroberfläche. Als das Wrack plötzlich unter uns erscheint, geht eine seltsame Faszination von ihm aus. Jens aus Frankfurt beschreibt es hinterher so:
[O-Ton Tourist:]
"Zu Beginn fand ich's ein bisschen gruselig, weil, du schwimmst und siehst nur Wasser. Erst wenn du 50 Zentimeter vor dem Schiff bist, dann siehst du es. Und es ist ein sehr großes Schiff, und es ist plötzlich ganz direkt vor dir und nur so teilweise 'n Meter unter dir. Also aufregend, aber natürlich auch sehr schön."
Ein Wunder, dass bei den 26 Havarien nur ein einziges Todesopfer zu beklagen war. Jedenfalls ist die Schifffahrt auf dem Huronsee längst nicht mehr so gefährlich wie früher. Aber Respekt hat Paul immer noch.
[O-Ton Bootskapitän Paul:]
"I wouldn't say, it couldn't happen ...
Ich würd' nicht sagen, dass heute nichts mehr passieren kann. Na ja, die Navigation ist natürlich viel besser geworden mit GPS. Wir haben Leuchttürme, die Seekarten sind viel genauer als vor hundert Jahren. Aber Stürme gibt's natürlich immer noch. Und bei Nacht und Nebel ist es da draußen stockfinster. Da sieht man nichts. Und so können immer wieder Unfälle passieren.
... how accidents happen."
Für Nachschub scheint also auch weiterhin gesorgt im "Fathom Five National Marine Park". Und übrigens, für Landratten sei hier noch der Hinweis gegeben: Zu den versunkenen Schiffen fahren auch Ausflugsboote mit Glasboden. Trockener und bequemer zwar, aber natürlich kein Vergleich zum individuellen Taucherlebnis:
[Atmo: Taucher lässt sich ins Wasser fallen]
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Hinweis:
*) Unterwasserfotos mit freundlicher Genehmigung des Fathom Five National Marine Park
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Die nördlichen Regionen um die Großen Seen sind wesentlich dünner besiedelt als die südlichen. Dort gibt es noch Natur pur: viele Wälder und noch mehr Wasser. Denn die fünf Großen Seen sind von Tausenden von kleineren und kleinsten umgeben. Ideale Lebensbedingungen für die mächtigen amerikanischen Elche. Im Van Riper State Park auf der Oberen Halbinsel von Michigan sollen an die tausend Stück leben. "Moose watching" – Elchbeobachtung – ist deshalb dort eine beliebte Freizeitbeschäftigung.
Reportage (Radio hr3, 21.04.2002):
[Geräusch: Elchruf + Vogelstimmen]
Die Elchattrappe vor dem "Moose Café" zeigt es uns an: Hier sind wir offenbar goldrichtig. Noch nie haben wir einen Elch in freier Wildbahn gesehen. Und das wollen wir ändern. Im angrenzenden Van Riper State Park haben sie vor Jahren etwa 300 Elche neu angesiedelt. Inzwischen sollen es an die tausend sein.
[O-Ton Doug Barry:]
"We don't have a lot of deer ...
Hier gibt's nicht viele Hirsche, erklärt uns der Ranger Doug Barry. Und die Umgebung ist ideal für Elche. Wir haben hier viele Sümpfe, und sie ernähren sich im Sommer besonders gern von Wasserpflanzen. Deswegen fühlen sie sich hier wohl.
... they tend to like it here."
Der amerikanische Elch ist fast so groß wie ein Pferd und hat das Gewicht eines Kleinwagens. Doug ist genauso fasziniert wie wir. Wenn er von Elchen erzählt, gerät er ins Schwärmen:
[O-Ton Doug Barry:]
"They are so big ...
Sie sind so groß. Und sie wirken so majestätisch. Besonders ihr Gang. Sowas hab' ich noch nie gesehen. Es ist für mich wie der Inbegriff der Wildnis, wenn man so ein Tier sieht.
... see an animal like this."
Wir können es kaum noch erwarten. Denn bisher ist kein einziger Elch aufgetaucht. Aber Doug marschiert mit uns unbeirrt weiter durch den Wald. Er kennt angeblich die Stellen, wo sich die Könige der Wildnis am liebsten aufhalten.
[O-Ton Doug Barry:]
"This is a really good spot ...
Hier ist eine sehr gute Stelle. An diesem Bachlauf hat ein Biber seinen Damm gebaut. Dadurch wird das Wasser aufgestaut und es entsteht ein kleiner Teich. Da wachsen dann wieder viele Wasserpflanzen. Das zieht die Elche an. Man kann also sagen, der Biber ist dem Elch ein guter Freund.
... a friend to the moose."
Uns allerdings scheint weder der Biber noch der Elch ein guter Freund zu sein. Der Ranger meint, das liegt wohl an der Hitze. Sie mögen die Sonne nicht. Und er rät uns, gegen Abend wiederzukommen. Aber auch da haben wir kein Glück. Stattdessen kommt ein Waldarbeiter vorbei und erzählt, er habe in vier Jahren erst zwei Elche gesehen. Na, toll! Wir geben trotzdem nicht auf und versuchen es am nächsten Morgen noch mal. Wieder vergeblich. Stattdessen begegnet uns ein Bär. Immerhin. Aber der Elchtest ist misslungen. Als Erinnerungsfoto bleibt uns nur die Attrappe vor dem "Moose Café".
[Geräusch: Elchruf]
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Die Metropole schlechthin an den Großen Seen ist Chicago. Eine faszinierende Millionenstadt. Zweimal pro Woche wird die herrliche Skyline am Ufer des Michigansees von einem prächtigen Feuerwerk illuminiert. Berühmte Architekten haben reichlich Spuren hinterlassen. Aus den Kneipen tönt der Chicago Blues. Alles gute Gründe, um Chicago zu besuchen. Aber ihren Mythos verdankt die Stadt vor allem ihrer – gar nicht so ruhmreichen – Vergangenheit, als Mafiosi und andere Gangster die Straßen unsicher machten. Das offizielle Chicago will daran längst nicht mehr erinnert werden. Doch der Mythos ist nicht tot zu kriegen. Drum sind die inoffiziellen Stadtrundfahrten auf den Spuren von Al Capone & Co. meist ausgebucht. Denn sie versprechen jede Menge Grusel und jede Menge Fun. Eine Mordsgaudi eben.
Reportage (Radio hr3, 21.04.2002):
[Atmo Tour-Bus: "Everybody sing along now ... funiculi funicula."]
An Bord des Tourbusses herrscht eine Stimmung wie auf einem Weinfest. Und das ganz ohne Alkohol. Schließlich befinden wir uns in der Zeit der Prohibition, als Alkohol in Amerika verboten war, der Schwarzhandel dafür umso mehr blühte. Ein Millionengeschäft, das Männer wie Al Capone – genannt "Scarface" – steinreich machte.
[Atmo-Ton Don Fielding:]
"Al had another nickname ...
Al, erfahren wir, hatte noch einen anderen Spitznamen: Snorky. In den Zwanziger Jahren bedeutete das soviel wie 'elegant'. Und er war elegant. Er trug seidene Anzüge für 500 Dollar. Deshalb kaufte er gerne auf der Michigan Avenue ein – so wie die meisten Leute heute noch, weil hier die feinen Geschäfte sind. Da kam er dann mit einer dicken Zigarre und einer noch dickeren Brieftasche und ging shoppen. Hier auf der 'magnificent mile', der 'prächtigen Meile'. So wird die Michigan Avenue genannt wegen der Preise, die Sie hier zahlen müssen.
... because of the prices there."
Wenn Don Fielding und Wayne Tahlin, die beiden Tourbegleiter, so richtig in Fahrt kommen, bleibt kein Auge trocken. Mit rabenschwarzem Humor lassen sie Chicago 1937 wieder aufleben. Und dabei fließt das Blut in Strömen – so wie bei der Schießerei in einem Blumenladen, bei dem einer der rivalisierenden Gangster mitten ins Herz getroffen wurde:
[Atmo-Ton Don Fielding:]
"The heart, you know ...
Das Herz, wissen Sie, da schießt das Blut geradezu heraus. So als würden sich Kinder eine Schlacht mit Wasserpistolen liefern. Das spritzt wie 'Old Faithful', der Geysir im Yellowstone Nationalpark. Also, das Herz, sag' ich Ihnen, das blutet stärker als die Leber von Dean Martin.
... Dean Martin's liver."
Deftige Kost, was die beiden Herren da so auftischen. Aber anscheinend so recht nach dem Geschmack der Touristen. Denn am Ende sind alle begeistert:
[O-Töne Touristen:]
"It was really great."
"Very nice."
"I loved it."
"Oh, it was tremendous, thank you."
"It was excellent. I didn't understand all English, though it was excellent."
Diese Kommentare braucht man nicht zu übersetzen. Umso erstaunlicher, dass der Bürgermeister von Chicago diese Gangster-Touren auf den Index gesetzt hat. Sie schaden angeblich dem Image der Stadt. Man schämt sich seiner kriminellen Vergangenheit. Don Fielding und sein Partner Wayne Tahlin aber sind sogar ein bisschen stolz darauf und lassen sich ihre Tour nicht vermasseln:
[O-Ton Wayne Tahlin:]
"If you go to Dallas ...
Wenn sie nach Dallas in Texas kommen, wollen Sie Cowboys sehen. In Chicago wollen Sie Gangster sehen. So wie in Deutschland jemanden in Lederhosen. Oder? Wir wollen einfach Spaß. Als würde man sich einen Gangsterfilm im Kino ansehen. Das ist die ganze Idee dabei. Und darum gefällt es den Leuten.
... why people like it."
[Atmo Tour-Bus: "...funiculi funicula..."]
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Abschluss und Höhepunkt einer Reise um die Großen Seen Nordamerikas sind die Niagara-Fälle. Die zu Tal stürzenden Wassermassen des Niagara- Flusses gehören ohne Frage zu den berühmtesten Naturwundern dieser Erde. Kein Wunder ist dagegen, dass die Fälle touristisch ausgeschlachtet werden – und zwar nach allen Regeln der Kunst: Man kann sie vom Aussichtsturm bestaunen, vom Panorama-Fahrstuhl, vom Hubschrauber, ja sogar vom Fesselballon. Der Klassiker aber ist und bleibt die Bootstour mit der "Maid Of The Mist". Seit mehr als 150 Jahren wagen sich Touristen mit diesem Kutter bis auf wenige Meter an die tosenden Wassermassen heran.
Reportage (Radio hr3, 21.04.2002; hr4, 06.06.2009):
[Atmo: Wasserfall-Rauschen]
Sie ist nur eine Nussschale mit Schornstein, die "Maid of The Mist". Von der Ferne sieht es so aus, als würde ein Haufen Lebensmüder freiwillig in den nassen Tod gehen. Dieses kleine Schiff – so nah an diese großen Wasserfälle heran? Das kann nur böse enden. Doch der Eindruck täuscht. Bisher ist immer alles gut gegangen. Und der Käpt’n findet beruhigende Worte:
(O-Ton Bootskapitän:)
"It’s not really dangerous ...
Es ist nicht wirklich gefährlich, sagt er. Wir machen das ja schon seit Jahren und wissen, wie man navigieren muss. Und es gibt nun mal keine bessere Möglichkeit, die Fälle aus der Nähe zu sehen.
... like I said before."
Millionen von Niagara-Besuchern haben das kleine Abenteuer schon mitgemacht: Die Fahrt zu den kleineren amerikanischen und dann zu den großen kanadischen Hufeisen-Fällen. Die Wucht der zu Tal stürzenden Wassermassen wirbelt Billionen winziger Wassertröpfchen auf. Ein immerwährender Sprühregen erfüllt die Luft um uns herum. Doch die kalte Dusche macht den meisten Passagieren nichts aus. Im Gegenteil.
[O-Töne Touristen:]
- How do you like the trip?"
"Fantastic, it's wonderful, amazing."
"It's so powerful, amazing, yeah."
"Oh, very nice. It's very wet."
Sie finden's einfach klasse – auch wenn es sehr nass ist. Und ihnen ergeht es ähnlich:
[O-Töne Touristen:]
"Oh, it’s beautiful. Yes, I like it. It feels good. They don't like it, though."
"I like it! I love it. I think, it's neat. That's really something."
Und weil es so nass ist, tragen alle die blauen Plastik-Capes, die man uns bei Antritt der Fahrt ausgehändigt hat. Die aufspritzende Gischt lässt keine andere Wahl. Selbst wenn es etwas lächerlich aussehen mag.
[O-Töne Touristen:]
"I'm happy we got it on."
"It's exciting. I love it. I'm happy we've got it on, too. It's wet!"
[Musik: "Love Is All Around" von Wet Wet Wet]
Die Niagara-Fälle sind auch beliebtes Ziel bei Flitterwöchnern und vor allem: bei Hochzeitern. Schon mancher Bund fürs Leben wurde auf der "Maid Of The Mist" geschlossen, erzählt Emil Bende, der Manager der Bootsrundfahrten. Fast täglich lassen sich Brautpaare an Bord trauen. Es gibt eben Leute, die schrecken vor nichts zurück.
[O-Ton Emil Bende:]
„They will obviously get wet ...
Natürlich werden sie nass. Einige kommen sogar in ihren teuren Brautkleidern und weigern sich, eines unserer Regencapes überzuziehen. Aber einmal im Leben wollen sie sich diesen Spaß nicht nehmen lassen.
... they don’t mind at all.“
[Musik: "Love Is All Around" von Wet Wet Wet]
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